Freitag, 15. November 2013

Frankfurter Buchmesse 2013 - Auf dem blauen Sofa

Tom Rob Smith - Ohne jeden Zweifel



Jugendlich, sehr trainiert mit ruhiger und Kraft strotzender Ausstrahlung sitzt der englische Star-Autor bereits auf dem blauen Sofa. Etwas zerschlissen und einfach aber künstlerisch ist sein Look. An den Beinen abgewetzte Jeans, schmuddelige ausgetretene Sportschuhe und ein unauffälliger grauer Zopfpulli der dank großem V-Ausschnitt wenigstens einen Blick auf etwas männliche Haut erlaubt.

Tom Rob Smith auf der Frankfurter Buchmesse 2013
Bild: Caroline Schultz

Bekannt ist Tom Rob Smith durch seine international erfolgreiche Thriller Trilogie rund um den russischen Ermittler Leo Demidow. Die Bücher, die sich um teils autentische Kriminalfälle in der stalinistischen Sowjetunion drehen (Kind 44, Kolyma, Agent 6)bekamen den International Thriller Award und andere Preise.

Jetzt präsentiert der Britische Autor einen ganz neuen Thriller, eine Verschwörungsgeschichte, die gleichzeitig sein persönlichstes Buch darstellt:

Beinah hätte Daniel an diesem heißen Augustabend den Handyanruf einfach weggedrückt.
Beinah wäre er mit den Einkaufstüten einfach nach Hause in seine Londoner Wohnung gegangen.
Doch es ist sein Vater, der ihn extra aus Schweden anruft. Seine Eltern waren erst vor kurzem nach Schweden gezogen und der Anruf erschien ihm ungewöhnlich.
Unter Tränen erzählt der Vater ihm eine schockierende und seltsame Nachricht über Daniels Mutter. Die Mutter bilde sich schlimme Dinge ein, seit Monaten phantasiere sie und nun sei dem Vater nichts anderes übrig geblieben, als sie wegen ihrer Psychosen in ein Krankenhaus einweisen zu lassen. Daniel ist schockiert und will schnellstens nach Schweden reisen.

Später während Daniel im Internet einen Flug heraus suchen will, geht er auch noch einmal den letzten E-Mail Austausch mit seiner Mutter durch und seine Gedanken kreisen darum, was für Menschen seine Eltern eigentlich sind.

Kurz vor Abflug erreicht ihn die nächste Hiobsbotschaft.

Die Mutter – Tilde – hat sich selbst entlassen und sucht ihren Sohn in London auf. Tilde erzählt nun eine ganz andere Geschichte: Eine von vertuschten Verbrechen in einer eingeschworenen kleinen Gemeinschaft und dem Verschwinden einer jungen Frau in jener abgelegenen Gegend Schwedens. Doch niemand will ihr glauben. Daniel ist ihre letzte Hoffnung!
Sie schildert ihm die Ereignisse der vergangenen Monate, immer in der Angst, dass auch er an ihrem Verstand zweifeln könnte.

Vor der Frage der Glaubwürdigkeit – wem kann man vertrauen?– Dem eigenen Vater? Der eigenen Mutter? entwickelt Tom Rob Smith, verwoben mit seiner eigenen Geschichte einen absolut fesselnden Thriller.
Eine Empfehlung für alle Fans von dichten, packenden Psychothrillern


Tom Rob Smith wurde 1979 als Sohn einer schwedischen Mutter und eines englischen Vaters in London geboren, wo er auch heute noch lebt. Er studierte in Cambridge und Italien und arbeitete anschließend als Drehbuchautor.

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