Samstag, 23. März 2013

E-Book: Das junge Marktsegment wird umkämpft


E-Book: Das junge Marktsegment wird umkämpft

Acht Millionen Bundesbürger lesen bereits elektronisch. Der Buchhandel kämpft um Marktanteile im veränderten Buchmarkt.

Durchschnittlich 15 € Rabatt gewährt der Buchriese Amazon an diesem Wochenende kurzfristig auf seine Kindle-E-Reader-Familie. Damit reagiert Amazon auf einen neuen Konkurrenten: Zum Preis von 99 € hatte Anfang März eine Kooperation Deutscher Buchhandlungen (Thalia, Hugendubel, C.Bertelsmann und Weltbild) einen eigenen E-Reader, den Tolino Shine, auf den Markt gebracht. Nachdem Fachpresse und Bloggerssphere dem Produkt technische Konkurrenzfähigkeit gegenüber dem Marktführer von Amazon, dem Kindle Paperwhite, bescheinigt haben, gerät der E-Reader Markt in Bewegung.

Fachleute setzen große Hoffnungen auf den jungen E-Book-Markt. Er ist eng mit dem E-Reader- Geschäft verbunden, denn auf den Geräten ist der Zugang zu einem bestimmten Shop jeweils vorinstalliert.

Der Einstieg in das E-Book–Geschäft sei die Strategie gegen Umsatzverlust,  lautet die Einschätzung einer groß angelegten E-Book-Studie des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Rund die Hälfte aller Verlage haben mittlerweile E-Books im Programm, fast 90 % werden es zukünftig sein. Obwohl die Endkunden im Moment noch zurückhaltend sind und der Umsatzanteil  bei 1-2% liegt, erwartet der Deutsche Buchhandel eine Umsatzsteigerung auf bis zu 17% am Gesamtumsatz der Verlage bis 2015.

Auch dem Hightech-Verband BITKOM ist der E-Book Sektor eine repräsentative Umfrage wert: 11 Prozent aller Bundesbürger lesen derzeit schon elektronische Bücher. Das entspricht etwa 8 Millionen Personen.

Das Wissen über E-Books und die Akzeptanz sind deutlich angestiegen. Die Vorteile werden bewusster wahrgenommen und die Barrieren sinken. Das gedruckte Buch bildet nach wie vor die breite Basis, doch die Entwicklungen der vergangenen zwei Jahre zeigen, es handelt sich um einen Markt mit Perspektive.

Caroline Schultz

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