Montag, 25. Februar 2013

Das Dorf der Mörder - Elisabeth Herrmanns neuer Roman


Das Dorf der Mörder 


von Elisabeth Herrmann


Darauf haben alle Krimifans gewartet! Ein Spannungsroman, der seine Leser gnadenlos gefangen nimmt bis endlich die erlösende letzte Seite erreicht ist.

Durch einen Notruf alarmiert, erreicht Streifenpolizistin Sanela Beara als eine der Ersten den Tatort. Im Berliner Tierpark fressen brasilianische Schweine tatsächlich an den Überresten einer menschlichen Leiche.
Kopf und Hand und einzelne Körperteile sind noch erkennbar. Einige Kinder im Vorschulalter, die mit ihrer Erzieherin den Tierpark besuchen, haben die ekelhaften Vorkommnisse zuerst bemerkt.
Beara kümmert sich um die geschockten Kinder und erkennt in ihnen kleine wache Beobachter. Ihre bemerkenswerten Aussagen verleiten die ehrgeizige Polizeimeisterin zu eigenen Ermittlungen. Doch Dienststellenleiter Gehring verlangt nach Kaffee, den Beara beschaffen soll, hierbei gerät sie auf eine erste heiße Spur und wird selber zum Opfer.
Als sie kurz drauf im Krankenhaus wieder erwacht, gelten die Umstände des Mordes als geklärt und die mutmaßliche Täterin ist gefasst. Die Einzelgängerin Charlotte Rubin soll den kaltblütigen Mord begangen haben. Doch Beara stolpert über Ermittlungsfehler und hat große Zweifel. 
Zweifel haben auch die Psychologen Brock und Saaler, welche mit der Gutachtenerstellung zur Schuldfähigkeit beauftragt sind. Jeremy Saaler bringt die Beschuldigte erstmals zum Sprechen, doch durch seine Unerfahrenheit gelangt er auf einen gefährlichen Konfrontationskurs.
Vergeblich sucht Beara bei Gehring Unterstützung für weitere Ermittlungen. Unfähig, ein nein zu akzeptieren, recherchiert die Polizistin schließlich auf eigene Faust. Die rätselhafte Vergangenheit der mutmaßlichen Mörderin lockt die Ermittlerin in ein einsames brandenburgisches Dorf. Ohne es zu ahnen, gerät Beara in größte Lebensgefahr.

Ein absoluter Höhepunkt in der deutschen Krimilandschaft ist dieser neue Spannungsroman von Elisabeth Herrmann. Packend und intelligent treibt sie mit erzählerischer Schärfe die raffinierte Handlung voran. Mit jeder gelesenen Seite steigt die Spannung kontinuierlich und kitzelt die Nerven der Leser meisterlich. Schonungslos werden grausige Verbrechen aufgedeckt, aber dennoch kommt der Roman bestens ohne allzu übertriebene Ekelhaftigkeit oder verzichtbare Brutalitätsbeschreibungen aus. Elisabeth Herrmanns Charaktere sind überaus gelungen, glaubhaft und authentisch und werden unversehens vor unserem inneren Auge lebendig. Angst, Stärke, Leiden, Verzweiflung und Mut durchlebt der Leser gemeinsam mit den Romanfiguren, so dass sich die Geschichte geradezu filmreif im Kopf des Lesers entfaltet. Ein Vorzeigekrimi, der alles hat, was ein gutes Buch ausmacht und auf breite Zustimmung stoßen wird. Durchweg ein Spitzenbuch, das die winterlichen Abende jetzt noch gemütlich nervenaufreibend verkürzt.

Elisabeth Herrmann
 (Mit freundlicher Genehmigung von Random House)
Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg/Lahn geboren. Der bekannteste Roman der Fernsehjournalistin ist „Das Kindermädchen“, welches ihr zum Durchbruch verhalf. Viele ihrer Bücher wurden bereits erfolgreich für das ZDF verfilmt. Für ihren Krimi „Zeugin der Toten“ wurde die in Berlin lebende Autorin mit dem Radio-Bremen-Krimipreis und dem Deutschen Krimipreis 2012 ausgezeichnet.

Caroline Schultz



Das Buch ist am 25.02.2013 bei Goldmann erschienen und
als gebundene Ausgabe erhältlich.
Der Buchhandel bietet den Roman ebenfalls
als gekürzte Hörbuchfassung (Der Hörverlag)
und im Download als E-Book an.

Kommentare:

  1. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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  2. Wer diesen Beitrag liest, mag vielleicht auch meinen aktuellen Post zum Krimi Totengebet von Elisabeth Herrmann

    http://buchundliteratur.blogspot.de/2016/08/lesesommer-2016-rezension-totengebet.html

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